Fallwerk

Die Fallwerke von WPM sind zur Durchführung von Fallgewichtsversuchen auf metallische Materialien konstruiert.

Instrumentiertes Fallwerk FWi150

Anwendung

Das Fallwerk FWi150 mit Instrumentierung wurde konzipiert um Kerbschlagbiegeversuche nach Charpy an einseitig gekerbten Metallnormproben durchzuführen (gemäß DIN EN ISO 148, ASTM E23 und GOST 9454). Dabei zerschlägt eine auf einem zweiseitig geführten Fallschlitten montierte Schlagnase die Probe. Das Energievermögen des FWi150 ist abhängig von der ausgewählten Fallhöhe und dem entsprechenden Fallgewicht.

Merkmale

  • Rahmen mit Führungsschienen und elektrischer Hubachse: Alle Trägeroberflächen sind mechanisch bearbeitet. Der Belastungsrahmen zeichnet sich durch eine hohe Steifigkeit aus.
  • Fallhöhe stufenlos einstellbar durch verstellbares Querhaupt
  • Automatische Anhebung des Fallgewichts mit Sicherheitsklinke
  • Fallenergieregelung entsprechend der eingestellten Fallhöhe und -gewichte: Der Fallschlitten besitzt eine Grundmasse von ca. 3 kg. Das Gewicht kann durch Auflegen von Zusatzgewichte bis zu 8 kg erhöht werden. Der Fallschlitten wird im konventionellen Fallwerksversuch frei aus der vorher ausgewählten Fallhöhe zwischen 0,04 m und 2,0 m fallen gelassen. Dies ergibt ein Energievermögen zwischen 1,1 und 161 J bei einer Fallgeschwindigkeit von bis zu 6,26 m/s.
  • Die Probenzuführung ermöglicht dem Bediener die Probe in das Widerlager einzulegen, ohne in den Gefahrenbereich der Maschine greifen zu müssen. Die Probe wird auf die Führungsnut der Traverse gelegt und anschließend mithilfe einer Handkurbel mittels einer Steilgewinde-Trapezspindel und eines Federsystems auf das Widerlager geschoben. Durch die Führungsnut wird sichergestellt, dass die Probe genau mittig im Widerlager liegt
  • Bedienung über übersichtliches Touchscreen
  • Schutzeinhausung mit elektrischem Sicherheitsschalter: Die Einhausung mit Schutztür wird allen sicherheitstechnischen Anforderungen gerecht (Vollverschutzung gemäß EN ISO 13489-1). Sie umschließt den Fallbereich des Fallwerks. Nach Einlegen der Probe und Schließen der Tür des Versuchsraumes wird diese so verriegelt, dass erst nach Ablauf des automatischen Prüfzyklus die Tür wieder geöffnet werden kann.
  • Ausrüstung für instrumentierte Versuche: Auf der Hammerfinne wird ein Dehnmessstreifen appliziert und kalibriert. Damit können in Verbindung mit dem Messgerät für instrumentierte Versuche und der Auswerte-Software instrumentierte Kerbschlagversuche nach EN ISO 14556 und ASTM E2298 durchgeführt werden

Instrumentiertes Beschleunigtes Fallwerk BFWi 1500

Anwendung

Das Fallwerk wurde speziell für Kerbschlagbiegeversuche nach Charpy an einseitig gekerbten Metallnormproben gemäß DIN EN ISO 148, ASTM E23 und GOST 9454 konstruiert. Es können aber auch andere Fallversuche durchgeführt werden.

Fallenergien/Arbeitsvermögen

  • variable Fallgewichte, Fallhöhen und Fallgeschwindigkeiten
Beschleunigungssystem
konventionell            mit Beschleunigung
Fallgewicht3,0 bis 7,5 kg            4,0 bis 7,5 kg
Fallhöhe0,075 bis 1,0 m            maximale simulierte
            Fallhöhe 20,4 m

Fallge-
schwindigkeit

1,1 bis 4,43 m/s            maximal 20 m/s
Fallenergie1,1 bis 73,5 J            73 bis 1700 J

 

 

 

Merkmale

  • Sichere Messergebnisse: Das Fallwerk BFWi 1500 besitzt als Grundkörper ein steifes Maschinengestell, dessen Grundplatte die über die Probenlageraufnahme eingeleiteten Schläge aufnimmt und sie an den Betonsockel weitergibt. Die Probenlageraufnahme ist fest auf die Grundplatte aufgeschraubt.
  • Intelligente Messwerterfassung und –auswertung: Bei der Instrumentierung des Fallwerks handelt es sich um eine messtechnische Aufrüstung zur Durchführung von instrumentierten Schlagversuchen nach DIN EN ISO 14556 und ASTM E2298. Durch die eingesetzte Mess- und Auswertetechnik lassen sich aus der ermittelten Schlagarbeit temperatur- und materialabhängige Kennwerte der Kraft und Durchbiegung ermitteln.
  • Komfortable Bedienung: Das Fallwerk wird über ein übersichtlich gestaltetes Touchscreen bedient. Zusätzlich ist ein Rechner zur Bedienung der Auswertesoftware ImpaSax integriert. Mit diesem Tool für Instrumentierung werden die Messergebnisse inklusive Kraft-Zeit -und Kraft-Verformungsverläufe angezeigt.
  • Flexible Einstellung des Arbeitsvermögens
    Das Arbeitsvermögen des Fallwerks kann mithilfe von drei Komponenten eingestellt werden: 1. dem Gewicht des Fallschlittens mit Zusatzgewichten, 2. der Fallhöhe und 3. der Beschleunigungseinrichtung.
  • Schutzeinhausung mit elektrischem Sicherheitsschalter
    Die Einhausung mit Schutztür wird allen sicherheitstechnischen Anforderungen gerecht (Vollverschutzung gemäß EN ISO 13489-1). Sie umschließt den Fallbereich des Fallwerks. Außerdem verhindert eine Abdeckhaube das Eingreifen in den Gefahrenbereich über den Bereich der Probenzuführung. Sie ist mittels zwei Verrieglungsschalter gesichert (stromlos geschlossen). Erst nach der Freigabe durch die Steuerung können die Verrieglungsschalter und damit die Tür sowie die Abdeckhaube zu Wartungs-, Inspektions- und Umrüstungsmaßnahmen geöffnet werden. Im abgeschalteten Zustand sind alle Sicherheitseinrichtungen aktiv. So wird sichergestellt, dass alle beweglichen Bauteile in einer sicheren Position sind